Soeben habe ich ein neues Spielzeug in die Hand bekommen.
Eine recertified WD MyPassport 1TB.
Im OnlineShop des Herstellers durch Zufall für knapp 28€ gefunden und sofort geklickt, kam die externe Festplatte nach ein paar Tagen an.
Also gleich ausgepackt und angeschlossen.
Es meldet sich ein USB Gerät mit laut Gnome 999.5GB freiem Speicher.
Genauer drauf geschaut:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
fdisk -l /dev/sdc
Disk /dev/sdc: 931.5 GiB, 1000170586112 bytes, 1953458176 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: gpt
Disk identifier: XXXXXXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXXXXXXXXXX
Device Start End Sectors Size Type
/dev/sdc1 2048 1953456127 1953454080 931.5G Microsoft basic data
Ok, das schaut ja schon mal wie erwartet aus.
Aber was sagen die S.M.A.R.T. Daten zu dem recertified ?
1
2
3
4
5
6
7
8
9
smartctl -A /dev/sdc
smartctl 6.6 2017-11-05 r4594 [x86_64-linux-4.9.95-gentoo] (local build)
Copyright (C) 2002-17, Bruce Allen, Christian Franke, www.smartmontools.org
/dev/sdc: Unknown USB bridge [0x1058:0x25e1 (0x1021)]
Please specify device type with the -d option.
Use smartctl -h to get a usage summary
Oh, das sieht nicht aus, wie erwartet.
Die automatische Erkennung scheint da nicht zu funktionieren.
Nach kurzem Suchen, hab ich allerdings eine mögliche Lösung gefunden.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
smartctl -d sat -A /dev/sdc
smartctl 6.6 2017-11-05 r4594 [x86_64-linux-4.9.95-gentoo] (local build)
Copyright (C) 2002-17, Bruce Allen, Christian Franke, www.smartmontools.org
=== START OF READ SMART DATA SECTION ===
SMART Attributes Data Structure revision number: 16
Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds:
ID# ATTRIBUTE_NAME FLAG VALUE WORST THRESH TYPE UPDATED WHEN_FAILED RAW_VALUE
1 Raw_Read_Error_Rate 0x002f 100 253 051 Pre-fail Always - 0
3 Spin_Up_Time 0x0027 100 253 021 Pre-fail Always - 0
4 Start_Stop_Count 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 7
5 Reallocated_Sector_Ct 0x0033 200 200 140 Pre-fail Always - 0
7 Seek_Error_Rate 0x002e 100 253 000 Old_age Always - 0
9 Power_On_Hours 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 1
10 Spin_Retry_Count 0x0032 100 253 000 Old_age Always - 0
11 Calibration_Retry_Count 0x0032 100 253 000 Old_age Always - 0
12 Power_Cycle_Count 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 6
192 Power-Off_Retract_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 2
193 Load_Cycle_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 9
194 Temperature_Celsius 0x0022 119 112 000 Old_age Always - 28
196 Reallocated_Event_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0
197 Current_Pending_Sector 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0
198 Offline_Uncorrectable 0x0030 100 253 000 Old_age Offline - 0
199 UDMA_CRC_Error_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0
200 Multi_Zone_Error_Rate 0x0008 100 253 000 Old_age Offline - 0
Das liefert zumindest schon einmal mehr Daten.
Die Unterstützung der Hardware Encryption der MyPassport und ähnlichen Reihen von WD gibt es unter Linux/Unix basierten Betriebssystemen nicht.
Ich bin zwar kürzlich auf einen Blogeintrag gestoßen, welcher beschrieben hat, die HDD an eine Virtualbox VM direkt durchzureichen, entsperren und das danach erscheinende Device zu mounten, kann diesen allerdings gerade nicht wiederfinden und bin auch nicht wirklich überzeugt von dieser Lösung.
Ich habe zwar Tools zum entsperren einer WD Festplatte gefunden . Allerdings hat dieses Tool nicht die Funktionalität die HDD zu sperren …
Jetzt wird also erstmal getestet, wie gut die Performance von LUKS als Container eines Ext4 über USB2.0 wirklich ist.
Es ist ein paar Tage später, ich habe auf LUKS verzichtet.
Die Initialisierung hat so lange gedauert, dass ich weiter gesucht habe und fündig geworden bin.
Unter folgendem link fand ich eine Anleitung, um die Hardware Encryption auch unter Linux zu nutzen.