Deployment

Die Abschaffung der uberspace CentOS 5 Produktreihe aufgrund von Meltdown und Spectre war doch schonmal ein guter Grund meinen Account auf eine neuere Version bewegen zu lassen und das neue System in Betrieb zu nehmen.

Mit dem Wechsel musste ich natürlich erst einen Teil der regelmäßig laufenden Skripte überprüfen, ob diese auch alle entsprechenden Libs zur Verfügung haben und finden, sowie das ein oder andere neu schreiben.

Mal sehen ob die von hexo generierten statischen Seiten wirklich so leicht zu deployen sind.

In der Zwischenzeit kamen auch Dinge, wie eigene öffentliche IPv4 Adressen für jede virtuelle Maschine auf unserem gemeinsamen Server dazwischen. Diese müssen natürlich sowohl auf dem Host, wie auf jeder VM eingerichtet werden.

Hierzu die Kurzfassung:

  • 1 - n Bridges anlegen mit brctl addbr br0
  • Für jede public v4 Addresse die route hinzufügen ip ro ad 1.2.3.7/32 dev br0
  • Das Netzwerk Device jeder VM überprüfen, ob die Bridge richtig eingetragen ist und die öffentliche IP zuweisen
  • Prüfen ob die public v4 Addresse auch erreichbar ist.

Warum der ganze Terz?

Tja, im Jahr 2018 ist IPv6 doch erst ein paar Jahr(zehnt)e alt… Und trotzdem kommt IPv6 bei den ISPs erst langsam an. Vorher wird bei einigen noch eine Runde IPv4 NAT betrieben, damit die öffentlichen IPs auch noch geteilt werden…

Darüber könnte man sich vom Aspekt der Anonymität her eigentlich freuen. Schließlich bedeutet es ja, wenn mehr Leute gleichzeitig die selben öffentliche IP Adresse haben, diese auch schlechter dem Einzelnen zugeordnet werden kann. Trotzdem besitzen die Anbieter Tabellen um die Zuordnung der IP Adresse zum Zeitpunkt x zu gewährleisten. * grml *

Naja, ok. Nach den Investitionen, die der Anbieter für neue Hardware hatte, muss er dann auch noch den Kunden davon überzeugen, sich einen neuen Router ins Haus zu stellen, welcher dann auch IPv6 unterstützt. Der aufmerksame Leser merkt schon, warum alle Welt immernoch hauptsächlich IPv4 nutzt. Hierzu hat google einen netten Graph der IPv6 Verfügbarkeit seiner Nutzer. Da steht Deutschland nicht mal so schlecht da, wie beim Breitbandausbau.